ÖSTERREICHIDCH-UNGARISCHE MINENSCHIFFE UND HILFSKRIEGSSCHIFFE IM ERSTEN WELTKRIEG
Über das Buch
Alle Kriegsmarinen der Welt verfügen neben Kampfschiffen über eine Reihe Hilfskriegsschiffe, wobei die österreichisch-ungarische Kaiserliche und königliche Kriegsmarine keine Ausnahme war. Neben den speziell gebauten Schiffen für verschiedene Einsatzzwecke (als Werkstattschiffe, Mutterschiffe für Torpedoboote und U-Boote, Rettungsschiffe, Schlepper und Yachten) wurden während des Krieges eine Reihe von Handelsschiffen als Hilfsschiffe zum Transport von Truppen und Material angemietet oder beschlagnahmt, auch als Patrouillen- und U-Boot-Abwehrschiffe, Kanonenboote oder Hospitalschiffe (Lazarettschiffe). Dieses Buch ist all diesen größeren und kleineren Dampfern sowie einer Reihe von Minenschiffen – Minenlegern und Minensuchbooten – gewidmet, deren Aktionen oft im Hintergrund abliefen, als letztes Buch in der Reihe über die österreichisch-ungarischen Kriegsschiffe im Ersten Weltkrieg.
Neben technischen und historischen Daten und Schicksalen aller dieser Schiffe nach dem Ersten Weltkrieg, enthält das Buch über eine Reihe von Fotografien und Zeichnungen der darin beschriebenen Minen-, Hilfs-, Transport- und Hospitalschiffe.
DIE ÖSTERREICHISCH-UNGARISCHE DONAUFLOTTILLE IM ERSTEN WELTKRIEG
Österreich-Ungarn war auch als Donaumonarchie bekannt, weil der Fluss Donau als der wichtige Verkehrsweg mehrere Länder der Monarchie miteinander und mit dem Schwarzen Meer verband. Der Fluss diente auch als Grenze mit einigen weniger stabilen Nachbarn, deshalb verfügte schon das Kaisertum Österreich während der türkischen Präsenz auf dem Balkan über eine starke Kriegsflottille mit Segel- und Ruderschiffen auf der Donau. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man mit dem Ausbau einer Kaiserlichen und königlichen Donauflottille mit dampfangetriebenen Schiffen. Während des Ersten Weltkrieges hatte Österreich-Ungarn zehn Monitoren auf der Donau, zusammen mit mehreren Patrouillenbooten und armierten (bewaffneten) Schiffen sowie Hilfsschiffen. Die Geschichte und Schicksale aller dieser Schiffe werden hier wiedergegeben, zusammen mit ihrer Entstehungsgeschichte, technischen Daten und zahlreichen Illustrationen sowie einem umfangreichen Literaturverzeichnis für die Suche nach weiteren Details.
BIOGRAFIE EINES IN VERGESSENHEIT GERATENEN GIGANTEN

Über Borojević können wir sagen, dass er ein typischer Vertreter der österreichisch-ungarischen Armee in all ihrer Pracht und mit all ihren Mängeln war. Ein altmodischer Heerführer, der dem Kaiser unter Eid so treu blieb, dass er schließlich selbst das Schicksal der Donaumonarchie teilte. Über Borojević zu schreiben bedeutet, eine Geschichte über einen Krajina-Jungen zu schreiben, der, wie viele andere Jungen der Militärgrenze, mit heroischen Geschichten über Vorfahren aufgewachsen ist, die in Kämpfen mit den Türken Ruhm erlangten und ehrenvoll ihr Leben für ihren Glauben und den Kaiser hingaben. Es ist die Geschichte eines Jungen, der weit entfernt von seinem Elternhaus aufgewachsen ist, eines Soldaten, der in den Militärschulen der alten Monarchie geschmiedet wurde, eines vorbildlichen Offiziers und besonderen Menschen, der bereit war alles zu opfern sowie eines der größten Militärführer des Ersten Weltkriegs, aber es ist auch die Geschichte einer zu Unrecht abgelehnten und im Laufe der Zeit langsam vergessenen Größe nicht nur in der kroatischen, sondern auch der weltweiten Militärgeschichte.
ÖSTERREICHISCH-UNGARISCHE TORPEDOBOOTE IM ERSTEN WELTKRIEG

Der Torpedo wurde als eine revolutionäre Waffe in damals österreichisch-ungarischen Rijeka/Fiume entworfen und es ist kein Wunder, dass die k. u. k. Marine ihre ersten Torpedoboote sehr früh in Dienst stellte, um die Küste vor einer gegnerischen Flotte und die eigene Flotte vor feindlichen T-Booten zu schützen. Zwischen 1875 und 1916 wurden insgesamt 132 k. u. k. Dampftorpedoboote in Dienst gestellt und während des Ersten Weltkrieges operierten 51 neue größere Boote zusammen mit 12 kleineren Küsten-T-Booten innerhalb der Torpedoflottillen oder bei der Küstenverteidigung. Dazu wurden viele ältere Boote als Minensucher oder für andere Zwecke eingesetzt. Die „Flotten-T-Boote“ dienten aber fast niemals in ihrer ursprünglich zugedachten Rolle, weil die Schlachtflotten beider Seiten meistens im Hafen verblieben. So griffen die k. u. k. T-Boote zusammen mit Zerstörern und schnellen Kreuzern die gegnerische Küste an, jagten U-Boote, unterstützten die eigenen Luftangriffe oder suchten nach Minen. Von über 200 Torpedos, die auf 63 aktiven k. u. k. Torpedobooten mitgeführt wurden, wurden während des Krieges nur zehn im Gefecht abgefeuert und fünf von diesen trafen ihre Ziele! Alle neueren k. u. k. T-Boote hatten den Ersten Weltkrieg überstanden und wurden danach unter den Siegern aufgeteilt; einige verblieben im Dienst der kleinen Königlich jugoslawischen Marine an der Adria. Zusätzlich zu den in Dienst gestellten Torpedobooten, mit technischen Daten, ihrer Dienstzeit und den Schicksalen, wurden im reichlich illustrierten Buch auch die nicht realisierten Entwürfe für die neuen Dampf- und Motor-Torpedoboote beschrieben.
ÖSTERREICHISCH-UNGARISCHE ZERSTÖRER IM ERSTEN WELTKRIEG

Die österreichisch-ungarischen Zerstörer waren während des Ersten Weltkrieges – zusammen mit leichten Kreuzern und Torpedobooten – fast täglich auf See und erledigten unterschiedliche Aufgaben, von der U-Bootjagd, über die Suche nach Treibminen und die Minenverlegung, bis zu den Angriffen auf den gegnerischen Seeverkehr und die Schiffe der Otranto-Sperre. Sie wurden auch zur Unterstützung der österreichisch-ungarischen Seeflieger eingesetzt und warteten auf sie bei ihrer Rückkehr von den Angriffen auf die Ziele auf der gegnerischen Küste, um die notgewässerten Maschinen in Schlepp zu nehmen oder ihre Mannschaften zu retten.
Das reichlich illustrierte Buch beschreibt alle österreichisch-ungarischen Zerstörer – bei der kaiserlichen und königlichen Kriegsmarine Torpedofahrzeuge genannt – vom den Anfängen bis zu den letzten nicht realisierten Projekten. Die besten und erfolgreichsten Zerstörer der Tátra– und der Ersatz-Triglav-Klassen waren den Zerstörern anderer Marinen ebenbürtig, die an der Adria wirkten– der französischen, italienischen oder britischen. Auch konnten sie sich mit stärkeren Gegnern messen. Mit ihnen zusammen operierten die älteren Zerstörer der Huszár-Klasse, aber auch die noch im späten 19. Jahrhundert gebauten alten Zerstörer-Vorgänger. Neben Beschreibungen der Eigenschaften dieser Schiffe, nebst Tabellen mit Bau- und taktisch-technischen Daten wurden hier die Operationen aller k. u. k. Zerstörer von der Indienstellung bis zur letzten Außerdienststellung aufgelistet.
SCHNELLBOOTE 1916 – 2016
Die deutschen Schnellboote gab es als Kriegsschiffskategorie fast hundert Jahre innerhalb von fünf deutschen Marinen, angefangen mit der Kaiserlichen Marine, über die Reichs– und Kriegsmarine, bis zur Bundesmarine im Westen und Volksmarine im Osten nach 1945. Die letzten Einheiten dieser Kategorie wurden 2016 ausgemustert, um durch größere Korvetten ersetzt zu werden, die ähnliche Aufgaben in den Randmeeren und im Küstengebiet erledigen sollen.
Über die Schnellboote wurden schon viele sehr gute und detaillierte Bücher geschrieben, der Autor versucht aber ihre Technik und Geschichte von den Anfängen bis zum Ende auf einer Stelle, als eine Art Enzyklopädie zusammenzufassen.
Das Buch Schnellboote des schon bekannten Autors Zvonimir Freivogel umfasst vier Teile, angefangen mit der Entstehung und Entwicklung dieser Schiffskategorie, über die detaillierte Übersicht aller Operationen der deutschen S-Boote an allen europäischen Kriegsschauplätzen von 1939 bis 1945, bis zur Nachkriegsentwicklung bei der Bundesmarine und der Volksmarine. Das Werk ist mit über 200 Fotos, Zeichnungen und Landkarten reichlich illustriert; in zahlreichen Tabellen wurden dazu die technischen Daten sowie die Baudaten und Schicksale aller deutschen S-Boote aus der Kriegs- und Nachkriegszeit übersichtlich gelistet.
UMRISS DER GESCHICHTE DER KAISERLICHEN JAPANISCHEN MARINE 1868 – 1945

Dieser “Umriss” wurde under dem Aspekt eines bestimmten Umfangs geschrieben und kann natürlich keine “Geschichte” ersetzen, für die es Japanische Werke mit bis zu 12 bzw. 14 Bänden gibt. Leser werden daher zweifelsfrei erhebliche Lücken feststellen und Beschreibungen finden. Bei denen evtl. zu viel Vorwissen vorausgesetzt und auch die zweifellos verhandenen Fehler und Missdeutungen – für die ich die Leser um Entschuldigung und Verständnis bitte – trage ich allein die Verantwortung.
Weil davon ausgegangen warden kann, das die Geschichte der IJN im 20. Jahrhundert besser als ohre Vorgeschichte und der Aufbau im 19. Jahrhundert bekannt ist, wurde diesen Bereichen breiterer raum eingeräumt und auch die ausbildung als Grundlage des aufbaus hervorgehoben.
Aufgrund der begrenzten Leserschaft einer deutschen ausgabe wurde der Inhalt im Vergleich zur englischen ausgabe des gleichen Verlags teilweise gekürzt. Leser, die an mehr Informationen interessiert sind, werden deshalb auf die englische ausgabe mit erweitertem Umfang verwiesen.
FESTUNG PULA – BEFESTIGUNGSSYSTEM DES WICHTIGSTEN ÖSTERREICHISCH-UNGARISCHEN KRIEGSHAFENS

Es ist keine leichte Aufgabe, die Geschichte einer von der Armee geschaffenen Stadt, ihrer Befestigungen und Batterien sowie des mächtigen Arsenals, das zum Stolz der einst glorreichen österreichisch-ungarischen Monarchie wurde, zu erzählen und den Leser dennoch nicht mit Details zu belästigen, über die sich die Festungshistoriker den Kopf zerbrechen. Es gäbe noch viel mehr hinzuzufügen, zu erklären und zu schreiben, zu zeigen und zu zeichnen, aber das würde den Rahmen dieses Buches sprengen, das als eine Art Fremdenführer gedacht wurde und als Versuch, die ganze Schönheit und Komplexität des Befestigungssystems des ehemaligen österreichisch-ungarischen Hauptkriegshafen dem Leser so einfach wie möglich zu vermitteln. Die Festung Pula bestand aus einer Reihe verschiedener Arten von Befestungen und Batterien, von denen der Großteil in diesem Buch gezeigt wurde, zusammen mit allen anderen Befestigungen, inclusive der, die der Armee dienten, sowie der lokalen Bevölkerung und ihren Gäste, die aus allen Teilen der Doppelmonarchie und dem Rest der Welt nach Pula kamen.
KRIEGSSCHIFFE DER JUGOSLAWISCHEN KRIEGSMARINE (JRM) 1945 – 1991

Die Schiffe der Jugoslawischen Kriegsmarine (JRM) aus der Zeit von 1945 bis 1991 bleiben trotz ihrer starken Medienpräsenz ziemlich unbekannt und wurden nicht systematisch beschrieben, weil sie aus objektiven oder subjektiven Gründen zu den Kategorien „vertraulich“ oder „geheim“ gehörten. Im Gegensatz zu den Schiffen der früheren königlich jugoslawischen Marine, gab es über die JRM-Schiffe viele genauen Daten in einer Reihe interner Publikationen der jugoslawischen Streitkräfte, die aber meistens nur dem Militärpersonal und einigen Experten zugänglich waren. Erst nach dem Heimatkrieg in Kroatien und dem Zerfall Jugoslawiens konnte man Einsicht in die Beschreibungen der meisten Schiffe erlangen, um darüber das erste solche, dazu reichlich illustrierte, Übersichtsbuch für die interessierte Leserschaft zu schreiben.
DER SEEKRIEG AN DER ADRIA 1940-1945

Die Geschichte des Seekrieges an der Adria zwischen 1941 (de facto 1940) und 1945 hatte mich schon immer interessiert, man konnte aber im damaligen Jugoslawien fast keine objektiven Berichte darüber finden. Die „Heldentaten“ der Partisanen wurden immer übertrieben positiv beschrieben und ihre deutschen (und italienischen) Gegner wurden oft als unfähig oder einfach nur böse dargestellt. Das Mitwirken der alliierten Seestreitkräfte an der Adria wurde dagegen gar nicht oder nur selten erwähnt. Die Operationen der italienischen Marine hatte man komplett unter dem Tisch fallen gelassen.
Das hatte die beiden Autoren bewogen, eine objektive Darstellung der Seeoperationen aller Seiten an der Adria in der Zeit vom Juni 1940 (dem italienischen Kriegseintritt) und Mai 1945 (deutsche Kapitulation) zu schreiben, ergänzt durch zahlreiche Illustrationen und Tabellen der beteiligten Schiffe, sowie die Beschreibung der Taten ihrer Mannschaften. Dafür musste man zahlreiche Bücher, Berichte und Daten- sowie Fotosammlungen durchwälzen, um die Geschehnisse aus dem Blickwinkel aller Beteiligten zu erfassen und diese, wo möglich richtig zu stellen. Während vieler nächtlichen Gefechte und Begegnungen sahen die Augen der Beobachter manchmal mehr gegnerische Schiffe als tatsächlich vorhanden, auch die Erfolgsberichte oder die Versuche die Misserfolge zu kaschieren waren oft übertrieben. Die vorliegende deutsche Ausgabe wurde geringfügig erweitert und diente auch als Vorlage für eine verbesserte kroatische Ausgabe. Leider mein Ko-Autor, Dr. Achille Rastelli aus Mailand, die Veröffentlichung des Buches nicht mehr erleben. Auch deshalb ist dieses Werk ihm gewidmet, vor allem wegen seiner selbstlosen Hilfe mit Rat und Tat sowie mit Bildern aus seiner Sammlung, um das Buch zu illustrieren.


